Art Basel: Fest der Sinne auf der internationalen Kunstmesse

Die Art Basel lädt vom 24. bis 26.09.2021 ein zu einer grossen Feier der internationalen Kunst. Die Messe wurde im vorigen Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie zunächst verschoben und schliesslich ganz abgesagt. Daher freuen sich die Besucherinnen und Besucher aus aller Welt nun besonders auf eine Schau der spektakulären Art.

Grosse Kunst in Zeiten der Globalisierung

Die Gegenwart ist geprägt von schnellem Personentransport, leicht verfügbaren Kommunikationsmitteln und Informationen aus der ganzen Welt. Wer die Zeichen der Globalisierung erkannt hat, setzt auf internationale Vernetzung. Kulturelle Eigenschaften aus den fernsten Ländern sind blitzschnell identifiziert und wie selbstverständlich integriert. Daher hat sich auch die Art Basel längst ausserhalb des schweizerischen Territoriums orientiert. Mit Standorten in Basel, Miami Beach und Hongkong zieht das Grossereignis insgesamt bis zu 300’000 Gäste an und bietet ein breites Spektrum aus bis zu 900 Galerien aus allen Erdteilen. Wer die Kunst schätzt, kennt die Art Basel!

Natürlich wissen auch die Fans erlesener Zeitmesser die Welt der Künste wertzuschätzen. Wir haben uns gefragt: Wie repräsentiert die internationale Kunstwelt auf der Art Basel die Zeit und die Zeitmessung? Spielen Uhren in der Kunst eine Rolle? Unsere Spurensuche war erfolgreich.

Uhren in Kunstwerken der Art Basel: zwei Beispiele

Ugo Rondinone gestaltete 2016 die Skulptur „Yellow Clock“. Die Uhr als Sinnbild für Vergänglichkeit erstrahlt hier in hellem Gelb, als sei sie eine Verkörperung der Sonne. Damit sehen wir klarer, dass all unsere Lebensgrundlagen von der Zeit abhängen – und vergänglich sind. Auf der „Yellow Clock“ sind klassische römische Ziffern abgebildet. Die Skulptur ist gläsern und erinnert an kunstvoll gearbeitete, farbige (Kirchen-)Fenster. Mit den Ziffern und der Erinnerung an Bleiglasfenster knüpft Rondinone an Traditionen an und erschafft gerade damit ein modernes Kunstwerk. Nicht alles vergeht, manches bleibt. In diesem Bild treffen sich die Natur und die Tradition in ihrem zeitlich geprägten Wechselspiel. Ugo Rondinone beschäftigt sich in seiner Arbeit oft mit Phänomenen der Natur wie z. B. dem Sonnenaufgang, dem Regenbogen, den Wolken oder dem Horizont.

Die „Decimal Clock (White an Pink)“ von Carsten Höller ist in schmalen Linien in pink und weiss gehalten. Diese Installation zieht ihre Betrachterinnen und Betrachter in einen Sog aus Kreisen, die erstrahlen und zugleich magisch anziehen. Die „Decimal Clock“ zählt 10 Stunden, 100 Minuten und 100 Sekunden. Damit erinnert sie uns daran, dass die weltweite Homogenisierung der Zeit eine Antwort auf die beispiellose Vernetzung und Verbindung auf dem Erdball war. Diese ist heute wieder von herausragender Bedeutung. Während der Französischen Revolution wurde mit der Dezimalzeit experimentiert. Wir sehen, dass auch unsere Zeit von grossen Erschütterungen heimgesucht wird. Die Herausforderungen sind bereit, bewältigt zu werden. Sind wir es auch?

Kunstvoll gestaltete Uhren von angesagten Designern

Designer-Uhren, die von berühmten Designern stammen, können mit den Ansprüchen der Kunstwelt durchaus mithalten. Sie verschmelzen Tradition und Moderne und vereinen eine Botschaft mit herausragender Praktikabilität. Einige Modelle von Flemming Bo Hansen sind genau so schlank wie das Armband. Gerade wegen ihrer bewusst gesetzten Unauffälligkeit sind sie ein echter Blickfang. Das Zifferblatt als Digitalanzeige setzt futuristische Aspekte ein. Das Design folgt dem Goldenen Schnitt. Damit  ist ein bestimmtes Teilungsverhältnis von Strecken oder andere Messungen gemeint. Das Ganze steht dabei zu seinem grösseren Teil in demselben Verhältnis wie der grössere Teil zu dem kleineren. Der Goldene Schnitt war schon in der mathematischen Literatur der griechischen Antike bekannt. Es gibt ihn in der Kunst, in der Architektur und in der Natur.

Einige Junghans-Modelle folgen den Spuren des Designers Max Bill, der ein schweizerischer Architekt, Designer und Künstler war. Er studierte in den 1920er-Jahren in Deutschland das Bauhaus-Design und verwandelte es in seine Auffassung von der konkreten Kunst. Funktionalität und Schlichtheit gehen hier einher mit Eleganz und dem dezenten Besonderen.


Art Basel
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Fedor Singer

Beitrag von Fedor Singer


Nachtrag. Artikel von Pro Innerstadt Basel.

Basel im Kunst-Rausch

Stolze 272 Galerien aus 33 Ländern haben sich in diesem Jahr angemeldet, um ihre Gemälde, Filme, Fotografien, Installationen und Skulpturen in Basel zu präsentieren – das sind fast genauso viele wie an der letzten Art Basel 2019…
Pro Innerstadt Basel

 

Comback der Baselworld

Sehr erfreuliche Nachrichten aus Basel.

Die Messeveranstalterin MCH Group teilt am Mittwoch 23. Juni mit, dass die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld 2022 wieder stattfinden wird.

Die erste Durchführung in der neuen Form plant das Unternehmen im März / April 2022. Der Termin der Baselworld soll zeitgleich mit dem Genfer Uhrensalon stattfinden und als Ergänzung dazu stattfinden. Die neue Messe soll auch kleineren Uhren- und Schmuckhersteller Platz bieten.

Zudem soll im Herbst 2021 eine digitale Plattform lanciert werden, die den Austausch zwischen den Branchen aber auch für Endkunden und Influenceren zugänglich sein soll. Auch sind diverse digitale Live-Events und weitere Aktivitäten geplant.

Die neue Ausrichtung der BASELWORLD deckt sich mit der Strategie der MCH Leitung. Sie fokussiert sich auf Plattformen für Communities in ausgewählten (internationalen oder nationalen) Ecosystemen, dem Angebot von Experience Marketing Lösungen mit einer ganzheitlichen Betreuung der Kunden weltweit und dem Betrieb der eigenen Infrastrukturen in Basel und Zürich.

Demnächst mehr…


Baselworld 2022

Weitere Veranstaltungen im Uhren-Veranstatlungskalender
und unter baselworld.com

 

Yin Yang Uhren: Eine dynamische Harmonie

Das Konzept von Yin und Yang stammt aus dem Daoismus und beschreibt polar entgegensetzte jedoch sich ergänzende Kräfte. Residence verarbeitet dieses Motiv der dynamischen Harmonie in Form einer einzigartig gestalteten Uhren Kollektion.

Das Leben besteht aus Kontrasten. Das äussert sich in der Gedanken- sowie der Gefühlswelt der Menschen und spiegelt sich im Alltagsleben eines jeden Einzelnen wider.

Im Daoismus ist Yin und Yang ein wichtiges Konzept, um die Zusammengehörigkeit und Wandlung von Gegensätzen zu beschreiben: Zu diesen Gegensätzen gehören das Weibliche und Männliche, die Passivität und Aktivität sowie Dunkelheit und Licht.

Das Symbol hat im 20. Jahrhundert Eingang in die westliche Welt gefunden und ist seither aus Mode, Design und Popkultur nicht mehr wegzudenken.

Die Yin Yang Edition von Residence richtet auf visueller Ebene den Fokus ganz auf die Balance ebendieser Gegensätze und dem Prinzip der inneren Harmonie: Sowohl die Armband- als auch die Taschenuhren vermitteln Eleganz und Detailreichtum – ohne dabei übermässig prunkvoll zu sein.


Die Armbanduhr

Die automatische Armbanduhr ist in Rose Gold oder Silber erhältlich, bei einem Umfang von 37 – 44 mm. Das skelettierte Uhrwerk wird von einer Tag- und Nacht Anzeige sowie einem Breguet-Zeiger ergänzt. Das Lederarmband ist in warmen Brauntönen oder schlichtem Schwarz gehalten.


Die Taschenuhr

Die Yin Yang Taschenuhr ist ebenso in Gold und Silber erhältlich. Das Design entspricht dem der Armbanduhr, wobei die dezent abgerundete Form des Uhrengehäuse diese angenehmer macht, um in der Tasche zu tragen. Die Kette ist schlicht und eignet sich vorzüglich dafür, Niveau und Feinsinn visuell zu akzentuieren.


Residence Uhren – eine Schweizer Familienangelegenheit

Residence ist ein Schweizer Familienunternehmen und
stellt einzigartige Uhrendesigns seit 1955 her.

Weitere Infos über Residence Watches unter
www.residencewatches.com

Die Yin Yang Edition von Residence finden Sie
natürlich auch bei UHREN-SHOP.ch.

Gübelin eröffnet virtuelle Boutique

Mit einem „Virtual Salon“ baut Gübelin ihren digitalen Service aus und ermöglicht Kunden ihre Boutique online zu besuchen. In der virtuellen Boutique können Kunden das Uhren- und Schmuck-Angebot einfach und bequem von zu Hause aus ansehen.

Im Gegensatz zu klassischen Online-Shops klicken sich Interessierte im «Virtual Salon» quasi live durch das Angebot im Laden. Die Uhren und Schmuckstücke werden per Video-Übertragung präsentiert und die Mitarbeiter von Gübelin geben persönlich Auskunft über die gewünschten Stücke.

Um diesen Service zu nutzen, vereinbaren Interessierte vorher einen Termin. Der «Virtual Salon» ist von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr sowie nach individueller Absprache erreichbar und verbindet digitale Technologien mit persönlicher Beratung.

Gübelin Virtual Salon 2 neu

„Mit dem Virtual Salon stehen wir mit unseren Kundinnen und Kunden in Verbindung und können sie kompetent und ausführlich beraten“, kommentiert Raphael Gübelin, Präsident der Hauses Gübelin, in einer Pressemitteilung.

Boutique Guebelin in Basel
Boutique Gübelin in Basel

Auch interessant ist der Personal Delivery Service; dabei liefert ein Gübelin Mitarbeiter die Bestellung an jede Schweizer Adresse…

Weitere Infos ⬈ gubelin.com/virtueller-salon/


Entdecken Sie neue Angebote

Wie andere Basler Uhren-Bijouterien hat auch Gübelin ihr Angebot der aktuellen Corona Situation angepasst. Die Schmuck- und Uhrenexperten unterstützen Sie neu bei der Produktauswahl auch per Telefon, WhatsApp oder Live-Chat. Darüber hinaus werden alle Lieferung versandkostenfrei versendet…Click and Collect in Basel

Auch bieten die Basler Geschäfte Au Bijou, Gübelin und Spinnler + Schweizer einen „Click & Collect Service“ für Bestellungen und Reparaturen an. Um diesen Service in Anspruch zu nehmen, nutzen Sie bitte die Reservierungsfunktion der entsprechenden Boutique.

Der Uhrmacher gehört zum Welt-Kulturerbe

Die UNESCO hat das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik offiziell in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen.

Damit werde diese lebendige Tradition gewürdigt, die die Region des französisch-schweizerischen Jurabogens präge. So teilte das Bundesamt für Kultur (BAK) mit.

Die Uhrmacherkunst umfasst laut BAK-Mitteilung vom 16. Dezember 2020 die Region von Genf bis Schaffhausen und von Biel bis Besançon FR. Bezüglich Kunstmechanik wird die Herstellung von Musikautomaten und Spieldosen berücksichtigt. Diese ist für die Region von Sainte-Croix im Waat typisch.Sechs Jahre ist es her, dass der Bundesrat acht sogenannte lebendige Traditionen als Kandidaturen für die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes ausgewählt hat. Nun hat die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur nun den Uhrmacher Beruf in die Liste eingetragen.
Wir finden dies natürlich super !

www.unesco.com


Uhrmacher lernen

Infos über den schönen Beruf finden Sie auf der Homepage der Uhrmacherschule Grenchen www.zeitzentrum.ch

Uhren Blogger Lukas stellt vor: Citizen Uhren

Citizen ist ein japanischer Hersteller im Mikrotechnologie Bereich, der weltweit 16’000 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich 3 Milliarden US-$ Umsatz generiert. Doch wie jedes andere Unternehmen musste auch Citizen unter dem Namen „Shoukousha Watch Research Institute“ klein anfangen. Wie sich das Unternehmen entwickelt hat und wer für die Namensgebung verantwortlich ist, erläutere ich in diesem Artikel.

Vom Import-Dienstleister zum Hersteller

Im Jahre 1918 wurde das „Shoukousha Watch Research Institute“ gegründet. Zu dieser Zeit waren die meisten Uhren Importware aus Übersee. Relativ schnell eröffnete der Gründer eine Uhrmacherschule und lehrte ausgewählten Mitarbeitern das Handwerk. 6 Jahre nach der Gründung, also im Jahre 1924, wurde dann das erste hauseigene Modell auf den Markt gebracht. Diese Uhr kostete ca. 20 % des monatlichen Gehalts eines Regierungsangestellten. Die bisherigen Import-Uhren waren bei weitem teurer und wurden als Luxusgüter angesehen. Die Innovation von Citizen hingegen war für die allgemeinen Bürger erschwinglich. Deshalb wurde diese Uhr von dem damaligen Bürgermeister Tokios „Citizen (dt. Bürger)“ genannt.

Heute hat sich Citizen auf 5 Gebiete spezialisiert:

  • Elektronische Produkte
  • Geräte & Komponenten
  • Werkzeugmaschinen
  • Andere Produkte & Dienstleistungen
  • Uhren


Das heutige Uhren Sortiment von Citizen ist sehr vielseitig

Von Sportuhren bis Luxusuhren, Citizen hat sie alle im Sortiment. Wie der Firmenname bereits verraten hat, sollen die Uhren für normale Bürger bezahlbar sein und deshalb sind sie meistens im mittleren Preissegment zu finden. Limitierte Sammlerstücke, wie z.B. Jubiläumsuhren oder Uhren aus wertvollen Ressourcen (Gold oder Titan) befinden sich verständlicherweise im oberen Preissegment.

Zusätzlich hat sich Citizen auf keinen speziellen Stil festgelegt. Die Firma geht, wie man so schön sagt, mit der Zeit. Einige Modelle und Reihen ähneln sich, jedoch kann man nie behaupten, dass Citizen-Uhren einer Richtlinie folgen. Viele Uhren weisen jedoch ein Merkmal auf: die Schlichtheit. Zweifarbige Designs und ein unspektakuläres Ziffernblatt wirken meistens besser als ein überladenes Erscheinungsbild. Uhren aus der Modellreihe Super Titanium besitzen dieses Merkmal.

BETTER STARTS NOW- Eine zielstrebige Vision

Qualität, schicke Designs und vor allem der technische Fortschritt stehen bei Citizen ganz oben auf der Prioritätenliste. Angefangen hat alles auf dem japanischen Markt. Im Image-Film des Herstellers wird gezeigt, wie Citizen in den Jahren 1956, 1959 und 1976 wichtige Meilensteine in Asien gelegt hat. Heute orientieren sie sich am globalen Markt und versuchen durch Forschungen die Uhrenbranche um neue Innovationen zu erweitern. Die Firmenphilosophie „BETTER STARTS NOW“ soll an die Firmengeschichte erinnern und an die Wichtigkeit des Fortschritts.


Blogger Lukas Vossler
Beitrag von Lukas Vossler

Firmenhomepage
Uhren-Shop Blog
Wikipedia


Citizen Baselworld

Citizen hat eine lange und gute Beziehung zu Basel. Seit 1986 reisten alle Direktoren der Citizen Watch Co., Ltd. aus der ganzen Welt nach Basel an die Baselworld. Unvergessen sind faszinierenden, zum Teil spektakulären Messestände die von Stark Architekten extra für Basel entworfen wurden.

2018 feierte das Unternehmen sogar ihr 100 jähriges Firmenjubiläum in der Barfüsserkirche in Basel…

Renata präsentiert neue Batteriegeneration

  • Swiss Made Lithium-Dünnfilmbatterie
  • Deutlich höhere Energiedichte als bei vergleichbaren Produkten
  • Wiederaufladbare Version bereits in der Entwicklung

Power Made in Switzerland

In der vernetzten Welt von heute und von morgen werden die mobilen Anwendungsgeräte immer flacher. Wearables sind aus dem Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken und ihr Wachstum hat noch lange kein Ende in Sicht.

Klein aber leistungsfähig: Zuverlässige und qualitativ hochwertige Batterien, die mit der kontinuierlichen Miniaturisierung Schritt halten, sind heutzutage unentbehrlich. Die Batterieherstellerin Renata wird den wachsenden Anforderungen gerecht und führt mit der neu entwickelten Lithium-Dünnfilmbatterie CP042350 einen passenden Energiespender ein. Stefan Pfrommer, CEO von Renata SA, erklärt: „Dank dieser Batterie können unsere Industriekunden eine völlig neue Generation Wearables auf den Markt bringen.

Die hauchdünne 3V Dünnfilmbatterie eignet sich ideal für kleinere elektronische Geräte und ist mit einer Dicke von nur 0.42 mm wesentlich flacher als herkömmliche Lithium-Batterien. Die CP042350 ist flexibel und hat einen tausendfachen Biegetest mit einem Biegeradius von 25 mm erfolgreich bestanden. Mit einer Kapazität von 28 mAh und einem durchschnittlichen Gewicht von 0.86 g kann diese Batterie der neuesten Generation in einer Vielzahl von Geräten in den Bereichen Industrie, Medizin und Endverbraucher eingesetzt werden.

Mögliche Anwendungsbereiche sind z.B. Smart Cards, intelligente Textilien und Verpackungsetiketten, intelligente Armbänder, Sensoren, RFID, usw.

Die Schweizer Produktion der 50×23 mm Dünnfilmbatterie ist bereits angelaufen. Im Hinblick auf die Vorteile der Produktion auf der vollautomatisierten Produktionslinie am Schweizer Hauptsitz fügt Stefan Pfrommer hinzu: „In der Schweiz kalibrieren wir Einzelteile auf Tausendstel genau. In China hingegen liegt die Genauigkeit immer noch in den Hundertsteln.

Renata Lithium Batterie

Diese Kombination aus technischem Knowhow und ausgereiftem Fertigungsverfahren ermöglicht die stetige Weiter- und Neuentwicklung von Produkten. So verfügt die Dünnfilmbatterie CP042350 dank ihrer verbesserten Lithium-Mangan-Zusammensetzung über eine doppelt so hohe Energiedichte wie vergleichbare Produkte auf dem Markt.

Auzug aus der Pressinfo 2019: Swiss Made Lithium-Dünnfilmbatterie


Über Renata

RENATA SA, mit Firmensitz in Itingen bei Basel, ist ein weltweit führender Hersteller und Zulieferer von primären und sekundären Mikrobatterien. Das 1952 gegründete Unternehmen spezialisierte sich in den späten 70er-Jahren auf Knopfzellen und konzentrierte sich zunächst auf die Armband-Uhrenindustrie.

Heute entwickelt und fertigt RENATA innovative, umweltfreundliche und qualitativ hochwertige Lösungen für Armbanduhren und industrielle Anwendungen. Vom gestanzten Batteriegehäuse über die Spritzguss-Kunststoffdichtung und die Vorbereitung der Batteriechemikalien bis hin zur Endmontage beherrscht das Schweizer Unternehmen den gesamten Produktionsprozess. Durch ihre hohe Fertigungstiefe hat sich RENATA einen Ruf als zuverlässiger Anbieter von Batterien erworben.

Die Renata SA beschäftigt etwa 240 Mitarbeitende und ist eine Tochtergesellschaft der Swatch Group Ltd in Biel.

Renata Itingen

Weitere Infos:  Renata.com | Wikipedia

Designer Wanduhren von Mondaine

Die Fusion von Minimalismus und klassischem Design

Mondaine ist bekannt für die offizelle Schweizer Bahnhofsuhr. Diese eleganten Wanduhren sind eine Verschmelzung von klassischem, zeitlosem Design und Minimalismus der bei dieses neuen Modellen besonders gut zum Ausdruck. Dies verdeutlichen die hellen Zifferblatt mit der markanten roten Sekundenkelle und den Ton-in-Ton-Zeigern sowie das Gehäuse aus gebürstetem neutralem, vergodetem oder kupferfarbenen Aluminium.

Entdecken Sie die Wanduhren von Mondaine. Die Designeruhren vereinen minimalistischen Schweizer Stil und Funktionalität. Sie sind in Basel in unterschiedlichen Grössen und Farben für CHF 228.- erhältlich:

Mondaine Wanduhr silber

Wanduhr silber

Mondaine Wanduhr gold

Wanduhr gold

Mondaine Wanduhr kupfer

Wanduhr kupfer


In ihrer Aluminium-Ausführung besticht die Mondaine Official Swiss Railways Clock durch das puristische und schlichte Design. Und dennoch schmückt diese Wanduhr mit 25cm Durchmesser in ihrem unverwechselbaren Zifferblatt und der markanten roten Sekundenkelle jeden Raum.

Ein ikonisches Schweizer Design für ihr Wohnzimmer, Küche…


Alle Mondaine Uhren sind im Fachhandel erhältlich und stehen für Schweizer Qualität in Design und Verarbeitung und durchlaufen strenge Qualitätskontrollen. Jede Uhr erhält eine internationale Garantie von zwei Jahren.

HOURUNIVERSE: Das neue Konzept für die Uhren-, Schmuck- und Edelsteinindustrien

Aus Baselworld wird Houruniverse

Die Betreiberin MCH Group hat ein erstes Messekonzept erarbeitet. Die virtuele Version der Basler Uhren- und Schmuckmesse „Baselworld“ soll  „Houruniverse“ heissen und der Nachfolger jener Messe heissen, die Basel jahrzehntelang internationales Renommee und viel, viel Geld eingetragen hat.

Houruniverse Telebasel 1Interview auf Telebasel mit Michel Loris-Melikoff (Bild: zVg/Telebasel)

Die Baselworld ist tot. Lang lebe die Houruniverse!

Mit der «Houruniverse» (Zeituniversum) soll ein ganzjährig verfügbarer Treffpunkt geschaffen werden und ersetzt die ehemalige Baselworld. Physisch und digital, das ganze Jahr über aktiv, unterstützt durch die neuesten Technologien für Content und Networking. lankierend dazu wird die Plattform ein erweitertes Ökosystem mit Marken sowie Entwicklern neuer Lösungen im Bereich Vertrieb, Marketing und Verkaufspunkten aufbauen. Global, vernetzt, originell, vor allem aber auch Aussteller- und kundenfreundlich.

Einmal jährlich soll sich die „Community“ zu einem physischen Live-Event treffen, teilt die MCH Group mit. Wie genau man sich dieses neue Produkt vorstellen muss, ist erst in Konturen erkennbar. Die detaillierten Pläne für «Houruniverse» will MCH Ende August vorstellen.


Man habe mit Ausstellern, Besuchern und Vertretern der Branche intensive Gespräche geführt. Die Uhrenhersteller mit denen wir gesprochen haben, sind eher vorsichtig optimistisch…

Weitere Infos unter: www.houruniverse.com
und Basler Zeitung, Telebasel, SRF


MCH Group in Schwierigkeiten?

Lupa System ist mit 75 Millionen und einen Anteil von 44 Prozent an der MCH Messegesellschaft eingestiegen. Die Lupa Systems ist die Investmentgesellschaft von James Murdoch, dem Sohn des australischen Medienmoguls Rupert Murdochmit, mit Niederlassungen in New York und Mumbai. Sie engagiert sich die Beteiligungsgesellschaft an Unternehmen und Start-ups in den Segmenten Medien, Technologie, Entertainment und Nachhaltigkeit. Für James Murdoch sind vor allem die beiden ehemaligen Messe-Premium Veranstaltungen Baselworld und Art Basel interessant. Sie sollen durch neue Konzepte wiederbelebt werden.

Huber-Mudge Chronometer

Als Sohn eines Uhrenfabrikaten und einer Uhren-Bijouterie Inhaberin bin ich schon früh vom Uhrenvirus infiziert worden. Ich stamme aus einer alt eingesessenen protestantischen Basler Familie mit diversen Goldschmieden und Theologen als Vorfahren. In der Wohnstube meiner Grosseltern war eine grosse Bilderwand meiner Familienangehörigen. Vielleicht habe ich mich deshalb schon früh für meinen Stammbaum interessiert…

Als ich 1992 ein Thema für meine Diplomarbeit als Uhrmacher-Rhabilleur suchte, besuchte ich das kleine Uhrenmuseum im Haus zum Kirschgarten in Basel. Ich wusste gar nicht, dass dort auch alte Uhren ausgestellt waren. Die Uhrenausstellung ist nur ein kleiner Teil im grossen Gebäude des Seidenband Fabrikanten Johann Rudolf Burckhardt (1750-1813) und gehört zum Historischen Museum Basel.

Uhren Museum Kirschgarten Basel

Als ich im seitlichen Untergeschoss am stöbern war, fiel mir eine alte Uhr ohne Gehäuse auf, das mit «früheste bekannte Uhr mit einer Hemmung mit konstanter Kraft» und «Konstruiert von Johann Jakob Huber und Thomas Mudge» beschriftet war. Thomas Mudge war mir als Uhrmacher bereits ein Begriff, aber von diesem Huber wusste ich damals noch nichts. Als ich dann herausgefunden habe, dass ich mit diesem Huber sogar direkt verwandt bin, wusste ich, dass dies das Thema für meiner Abschlussarbeit sein würde.

Hier ein kleiner Auszug der Diplomarbeit von 1993

 


Bei der wissenschaftlichen Englandreise 1754 schrieb Johann Jakob Huber am 19. Oktober 1754 in Croydon ein Memorandum über die Bestimmung der geographische Länge auf See. Seine Idee beruhte auf der bekannten Idee durch einen Zeitvergleich zwischen der Zeit eines bekannten Ortes und der Lokalzeit auf See  die geographische Länge zu berechnen. In seinem Bericht machte er sich auch Gedanken über eine Hemmung mit konstanter Kraft und andere Uhrenbestandteile.

Im Frühling 1755 besuchte Huber in Oxfort die Vorlesungen von Dr. James Bradley und übergab diesem sein Memoire über die geographischen Längen, das durch J.L. Wettstein vom französischen ins englische übersetzt wurde. Bradley war von den Ideen von Johann Jakob Huber beeindruckt und meinte sogar das seine beschriebene Hemmung einfacher wäre als die von John Harrison. Durch Bradley nun aufgemuntert wagte sich Huber sich mit dem wahrscheinlich besten Uhrmacher Londons, Thomas Mudge (1715-1797), Kontakt aufzunehmen, den er sogleich mit der Anfertigung seines Modells beauftragte.

Thomas Mudge bemühte sich stets um die Verbesserung der Ganggenauigkeit seiner Uhren. Er gehörte zu den Uhrmachern, die überzeugt waren, dass das Geheimnis der Ganggenauigkeit vor allem im Gleichmass der Antriebsenergie zu suchen sei, und somit auch jede Mühe und jeder noch so komplizierte Mechanismus gerechtfertigt sei, um dieses Ziel zu erreichen.

Huber Mudge Hemmung mit konstanter Kraft

Dazu ordnete Mudge gemäss Hubers Anordnungen zwischen Zugfeder und Hemmung eine Zusatzfeder, die in kurzen Zeitabständen die Uhr nachspannt und somit ein stetiges Drehmoment übertragen wird. Man nennt eine solche Hemmung eine Hemmung mit konstanter Kraft, obwohl sie keine Hemmung, sondern nur deren Vorspannwerk ist. Auf englisch heisst dieser Mechanismus „constant force escapement“ oder auch „remontoire“. Auf französisch bezeichnet man den Mechanismus „remontoir d’égalité“. Im deutschen Sprachgebrauch redet man von einem „Nachspannwerk“.

Beim gemeinsamen Werk von Johann Jakob Huber und Thomas Mudge handelt es sich um einen sogenannten Versuchschronometer, der kein Temperaturkompensationsmechanismus aufweist. Huber hat in seinem Memorandum auch eine Temperaturkompensation vorgeschlagen, doch riet ihm Mudge vom Bau dieser Kompensation ab. Es sind keine Dokumente erhalten, die eine eingehende Prüfung des Huber/Mudge Chronometers bezeugen. Er ist als 8-Tage-Chronometer konzipiert und mit einem Regulatorenzifferblatt versehen, dies lässt erahnen, dass Huber einen Chronometer bauen liess um diesen für astronomische Messungen zu verwenden. Da Huber im Herbst 1755 an den Hof von Friedrich dem Grossen (alte Fritz) nach Potsdam/Berlin als Professor der Akademie der Wissenschaft und deren Astronom berufen wurde, brach er seine vielversprechende Englandreise vorzeitig ab. Wer weiss was aus der Paarung Mathematiker Huber und Uhrmacher Mudge hätte werden können.

In der Biographie von Dr. phil. J.h. Graf aus Bern wird immer wieder die Frage gestellt, ob vielleicht Huber die auslösenden Ideen für die von Mudge später entwickelte erste freie Ankerhemmung gegeben haben könnte. Die „Beweise“ dafür sind aber nur Interpretationen aus den Tagebuchnotizen Hubers. Meines Erachtens hat Johann Jakob Huber den älteren Thomas Mudge sicher inspiriert mit seinen Überlegungen, aber die Idee für die Erfindung der freien Ankerhemmung kam wahrscheinlich ohne ein Beitrag Hubers, denn dieser war während seiner Reise durch England sicher mit den Chronometer-Problemen vertrauter geworden, aber er arbeitete in England gleich an mehreren astronomischen Problemen und konnte dadurch den jahrelangen fachlichen Vorsprung Mudges nicht aufholen, den es sicher für eine solche Erfindung braucht.

In der erwähnten Huber Biographie meint Dr. Graf, dass Huber 1780 nach England zurückgekehrt ist um „seiner Erfindung des freien Echappements den nötigen Erfolg zu sicher, denn stets hat er an der Verwirklichung seiner Ideen gearbeitet“. Aber auch hier habe ich in den Unterlagen des Staatsarchivs und der Universitäts-Bibliothek keine Hinweise gefunden, die dies belegen können.

Huber hat sich aber mit dem ersten Chronometer von Mudge auseinander gesetzt und auch, ergänzend zu Hornsbys und Nevil Maskelynes (1732-1811) Messungen, eigene Gangmessungen am Chronometer vorgenommen.

Entgegen anderer Behauptungen möchte ich noch erwähnen, dass sich Huber, gemäss den Unterlagen in der Universitätsbibliothek Basel, sehrwohl mit mechanischen und longitualen Problemen in Basel auseinander gesetzt hat und dass er trotz seiner jungen 22 Jahren, die er in England hatte, durchaus kein mathematischer Naseweis mehr war. Auch nach seiner Englandzeit beschäftigte sich Huber mit dem Problem der Längenbestimmung auf astronomische Weise, jedoch ohne grösseren Erfolg.


Stil

Den Huber/Mudge Versuchschronometer bezeichnet man von seiner Form her als Stock- oder Stutzuhr. Im Verhältnis zu den Bodenstanduhren sind Stockuhren kurz und scheinbar gestutzte Standuhren, die auf Tische,  Kommoden, Kamine, Borde usw. gestellt werden. Im 16. und 17. Jahrhundert werden sie auch Stötzer genannt. Die Begriffe Stock- und Stutzuhr werden meist synonym gebraucht. In England sind Stockuhren eher von etwas einfacherer Bauform (vor allem In Holzkasten), während als Stutzuhren Uhren mit eleganterer und aufwendigerer Form bezeichnet werden.


Uhrwerk

Das Räderwerk hat die Aufgabe, die durch das Aufziehen der Zugfeder gespeicherte Antriebskraft mit Hilfe einer Kombination aus mehreren Rädern und Trieben auf den Gangregler zu übertragen.

Das Uhrwerk des Huber/Mudge Chronometers zeugt von grossem technischen und handwerklichen Könnens des Herstellers. Jedes Bestandteil des Uhrwerks ist mit äusserster Sorgfalt bearbeitet worden. Alle Brücken weisen abgerundete Kanten und abgeschrägte Ecken auf. Das Vollplatinenwerk hat zwei nicht vergoldete Messingwerkplatinen von 14 cm x 13,8 cm und misst zwischen den Werkplatinen 5 cm. Es wird durch fünf Messing Säulen oder Pfeiler getragen. Die Pfeiler sind vasenförmig gedreht, in der unteren Werkplatine vernietet und in der oberen verstiftet.

Der gesamte Aufbau einschliesslich der Bauteile für den Aufzug sind sehr stabil.

 


Zifferblatt Huber Chronometer

Zifferblatt

Das versilberte Zifferblatt (14 cm x 13,8 cm) aus Messingblech, ist in der Richtung von oben nach unten (von 30 nach 60) poliert und hat ein für Astronomische Präzisionsuhren übliches, für Marinechronometer aber eher selten verwendetes Regulatoren-Zifferblatt.

Die Einteilung des Zifferblattes lässt erkennen, dass der Chronometer vor allem für die astronomischen Messungen Hubers konstruiert wurde und nicht primär als Forschungsobjekt zur Verbesserung der Präzision der damaligen Chronometer galt.

Im Zentrum ist der grosse Minutenkreis, indem als Nebenzifferblätter oben der Sekundenkreis und unten eine 12 Stundenscheibe angeordnet sind. Das Zifferblatt ist durch Pfeiler auf die obere Platine aufgesetzt und von der Frontseite her mit vier Stahl Schrauben verschraubt. Die Ziffern auf dem Frontzifferblatt und auf der Stundenscheibe sind graviert und geschwärzt.


Zeiger

Der fein gebläute Stahlzeiger für die Minuten, durch den englischen Uhrmacher Daniel Quare (1649-1724) 1691 eingeführt, befindet sich im Zentrum des Zifferblattes. Der Minutenzeiger endet bei seinem Rohr, ist auf einem Vierkant verstiftet und drückt zusätzlich mit einer Messingunterlagsscheibe die Minutenradwelle nach unten. Der Zeigerkopf ist polierten.

Auch der kleinere Sekundenzeiger ist aus gebläutem, vermutlich auch gehärtetem Stahl und über das Rohr hinaus verlängert und auf das Zapfenende des Sekundenrohres aufgedrückt. Das Sekundenrad sitzt auf einer Welle die auf die vordere Werkplatine aufgeschraubt ist.

Die Stundenanzeige ist auf einer versilberten Messingscheibe mit zwölfer Einteilung. Die Stundenscheibe ist ein Bestandteil des Zeigerwerks. Für astronomische Messungen wäre wohl eine 24 Stundeneinteilung praktischer gewesen.


Zeigerwerk

Das Zeigerwerk des Huber/Mudge Chronometers ist ähnlich wie in der Stutzuhr von Mudge um 1760 und deshalb speziell, weil das 1 Grundlaufrad trotz einer Umdrehung in der Stunde nicht im Zentrum des Werkes angeordnet ist. Das Zeigerwerk ist wie folgt aufgebaut:

Das Zeigerwerk ist in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen Gruppe wirken Stundenwechseltrieb, Stundenscheibe, Minutenwechselrad und Minutenrad mit, in der anderen Gruppe das Sekundenwechselrad und das Sekundenrad. Auf der Achse des 1. Grundlaufrades sind das Stundenwechseltrieb und das Minutenwechselrad aufgesetzt und verstiftet. Das Stundenwechseltrieb ZW1 greift in die Stundenscheibe ZW2 auf der eine 12er Einteilung eingraviert ist und die Stunden anzeigt. Das Minutenwechselrad ZW3 greift in das Minutenrad ZW4. Das Minutenrad sitzt auf einer Welle, der Minutenradwelle, die an der vorderen Werkplatine angeschraubt ist. Auf dem Minutenrad  ist ein Rohr, das auf der Minutenradwelle sitzt und an seinem Ende durch einen Stahlstift geschlossen ist. Auf dem Stahlstift wurde der Minutenzeiger aufgedrückt und verstiftet.

Das Sekundenwechselrad ZW5, das auf der Welle des Hemmungsrades aufgedrückt ist, greift in das Sekundenrad ZW6. Das Sekundenrad sitzt wie das Minutenrad auf einer Welle, der Sekundenwelle, die an der vorderen Werkplatine angeschraubt ist. Auf dem Sekundenrad ist ein Rohr, das auf der Sekundenradwelle sitzt und an seinem Ende durch einen Stahlstift geschlossen ist. Auf dem Stahlstift wurde der Sekundenzeiger aufgedrückt…


Johann Jakob Huber

Johann Jakob Huber (* 27.08.1733 Basel, † 21.08.1798 Gotha). Sohn des Johann Jakob, Kaufmanns. 1758 Rosina Rohner, von Basel. Schüler von Daniel und Johann Bernoulli. 1753 Promotion in Philosophie. 1754-55 Stud. als disciple intime bei James Bradley in Greenwich (England). 1756 Berufung als Prof. der Astronomie an die Berliner Akad. und Ernennung zu deren ordentl. Mitglied. Ab 1758 Privatgelehrter in Basel. H. stand im wissenschaftl. Briefwechsel mit Jacques-Barthélemy Micheli du Crest. Er gilt als Erfinder der freien Hemmung (echappement) mit konstantem Antrieb bei Uhren, die bewirken soll, dass die Unruhe mit Ausnahme des vom Triebwerk aus erteilten Stosses möglichst frei von Druck und Reibung bleibt. Zusammen mit Thomas Mudge konstruierte er eine solche Uhr, mit der er etwa gleichzeitig wie John Harrison die geogr. Länge auf See bestimmen wollte.


Thomas Mudge

Thomas Mudge (* 1715 in Exeter; †  1794) war ein englischer Uhrmachermeister und der Erfinder der freien Ankerhemmung. Mudge wurde 1715 als Sohn des Pfarrers Zachariah Mudge geboren. Im Alter von 14 Jahren trat er eine Lehre bei dem berühmten Georg Graham an. Nach Grahams Tod übernahm er dessen Geschäft in der Fleet Street 148 in London. 1757 erfand er eine Ankerhemmung, mit der noch heute der größte Teil der mechanischen Armbanduhren ausgestattet ist. Er fertigte für Königin Charlotte eine Ankertaschenuhr. Er war einer der ersten, der mehrere Edelsteinlager in Uhren einbaute. Von 1771 an arbeitete er an der Entwicklung der Chronometergänge, die er verbesserte. Er fertigte ein Seechronometer an, das er 1774 den Behörden vorlegte und erhielt dafür einen Preis von 3’000 englischen Pfund zugesprochen. Mudge arbeitete auch für König Georg III. von England (1776). Er gründete mit Dutton 1755 eine Partnerschaft. 1771 ging er nach Plymouth. Seine mit William Dutton gemeinsam geführte Firma in London bestand von 1755 bis 1790, so dass anzunehmen ist, dass er sich nach Plymouth zurückzog, um sich mehr der Forschungsarbeit widmen zu können; denn um diese Zeit arbeitete er an den Seechronometern, und in einer Hafenstadt wie Plymouth konnte er diese sicherlich erproben. Er hat sich auch als Schriftsteller über Taschenuhrentechnik hervorgetan.


Auszug aus der Abschluss Diplomarbeit von Patrik-Philipp Huber
an der Schweizerischen Uhrmacherschule in Solothurn von 1993