Der EuroAirport wird 70 Jahre

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist gerde mal 15 Minuten vom Basler Stadtzentrum entfernten. Mit 500 Flügen wöchentlich und mehr als 60 Destinationen im Linien- und Charterbereich ist aus dem kleinen Flughafen auf den Feldern von Elsässichen Blotzheim der drittgrösste Landesflughafen der Schweiz und der fünftgrösste Regionalflughafen Frankreichs geworden.

Die Schaffung des schweizerisch-französischen EuroAirports Basel-Mulhouse zieht sich über mehrere Jahre; aber seine eigentliche Geburtsstunde ist der schweizerisch-französische Staatsvertrag vom 04. Juli 1949. Wer die Freiheit über den Wolken besonders schätzt, feiert mit. Natürlich freuen sich besonders die Freunde der Fliegeruhren mit den Schweizern und Franzosen über den Erfolg dieses trinationalen Flughafens.

Zur Geschichte des EuroAirports

Der EuroAirport hat einen Vorläufer, der sich bescheidener gab und schon 1920 eröffnet wurde. Der Flugplatz Basel-Sternenfeld bei Birsfelden war von Beginn an nur eine Übergangslösung: Das Grundstück war lediglich vom Kanton Basel-Landschaft gepachtet. Hier sollten langfristig ein Rheinhafen und ein Kraftwerk entstehen. Daher machten sich die Initiatoren schon 1929 daran, einen geeigneten Standort zu finden. Dabei stand bereits früh zur Diskussion, teilweise auf französisches Gebiet auszuweichen, oder gar in Deutschland bei Weil am Rhein zu bauen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Planungen empfindlich.

Noch vor Kriegsende, am 24. März 1945, nahmen die Schweiz und Frankreich den gedanklichen Faden wieder auf. Offiziell begannen die Regierungsverhandlungen am 05. Februar 1946. Gut vier Wochen später erfolgte bereits der erste Spatenstich durch den Basler Regierungsrat Gustav Wenk und den Präfekten vom Département Haut-Rhin. Für den Bau waren 350 Arbeiter und bis zu 100 deutsche Kriegsgefangene notwendig. Der 08. Mai 1946 prägte sich als Tag der Einweihung des Provisoriums ins Gedächtnis.

Das Jubiläum: 70 Jahre EuroAirport

Für die Feierlichkeiten am 04. Juli kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Frankreich und der Schweiz zusammen und freuten sich über den Erfolg des weltweit ersten binationalen Flughafens. Allen Beteiligten war klar, dass der Flughafen einen signifikanten Beitrag zum wirtschaftlichen Aufstieg der Region geleistet hat und noch heute ein Garant für Wohlstand und freien Handel ist. Die schweizerische Botschafterin in Frankreich Livia Leu betonte, dass hier seit 70 Jahren der Beweis erbracht wird, mit wie viel Erfolg für die Region eine Verkehrsinfrastruktur betrieben werden kann – und zwar mit viel „Esprit binational“. Der französische Staatsvertreter Laurent Touvet (seines Zeichens Präfekt des Oberrheins) sprach von der Rolle des Projekts als Vorbild für die europäische Zusammenarbeit. Für die Zukunft stehen vor allem Projekte der Nachhaltigkeit an.

Future Now: Entwicklung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Der EuroAirport begann als kleiner Flughafen – heute ist er der drittgrösste Landesflughafen der Schweiz und der fünftgrösste Regionalflughafen von Frankreich. Im Jahr 1949 traten hier etwa 26’000 Fluggäste ihre Reise an, zum Jahresende 2019 sollen es über 9 Millionen sein. Im Vordergrund stand hier immer die gute internationale Anbindung. Der Flughafen steht heute für eine Wertschöpfung von 1,6 Milliarden Euro im Jahr. Das Jubiläum wird, so hoffen die Entscheider, den Dialog für Zukunftsthemen intensivieren. Notwendigkeiten aus den Bereichen Umweltschutz und Klimawandel sollen offen diskutiert werden, das weitere Wachstum des Flughafens soll diesen Belangen gerecht werden. Dies könnte die Akzeptanz des Fliegens verstärken. Aber nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit stehen auf der Zukunftsagenda des EuroAirport. Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sollen Berücksichtigung finden. Daher befindet sich zurzeit das Thema der Lärmverringerung in der Planung. Dies soll so geschehen:

  • Aktive Lärmvorsorge in der Nacht
  • Weniger Lärmausstoss der Flugzeuge
  • Massnahmen der Raumplanung
  • Spezielle lärmmindernde Verfahren für den An- und Abflug
  • Einschränkungen im Betrieb des Flughafens (ohne wesentliche ökonomische Einbussen)

Auch die CO2-Belastung soll in Zukunft massgeblich verringert werden. Die Passagierabfertigung soll schneller, einfacher und angenehmer funktionieren. Zukünftige Bauprojekte sind als Beispiele für nachhaltiges Bauen geplant. Die Anbindung an die Bahn im Jahr 2028 ist ein weiterer Aspekt der Zukunft des EuroAirports. Hierfür soll das grenzüberschreitende S-Bahnnetz entsprechend genutzt und angepasst werden. Das Ziel ist es, rund 5,8 Millionen Flugpassagiere, die bisher auf der Strasse anreisen, dazu zu bewegen, die Bahn zu nutzen.

> Der EuroAirport im Dienst der RegioTriRhena


Zeit für Fliegeruhren

Da die Luftfahrt im 20. Jahrhundert zu den modernsten Ingenieurleistungen zählte, boten viele Uhrenhersteller weit über den tatsächlichen Bedarf Flieger-Armbanduhren an, um am Mythos der Präzision und der Hochtechnologie teilzuhaben. Alle Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrt finden sich in der Firmengeschichte der betreffenden Uhrenhersteller. Die eigentlichen bzw. tatsächlich eingesetzten Fliegeruhren waren schon früh in die Armaturentafel eingebaut und aus den bereits technisch weitentwickelten Chronometern der Seefahrt entwickelt. Die geforderte Genauigkeit mit einer Armbanduhr zu erzielen war mehr technischer Ehrgeiz als Notwendigkeit. (Quelle: Wikipedia)
Die ersten Armbanduhren enstanden ungefähr zeitgleich mit der Fliegerei.

Die historischen Merkmale der Fliegeruhren

Die Ausstattung und das Design der Fliegeruhren sind ein weites Feld, das schon viel Kreativität und Abwechslung hervorgebracht hat. Daher ist es nicht möglich, die Fliegeruhr eindeutig in ihren Merkmalen festzulegen. Man findet Chronographen, aber auch Modelle mit Handaufzug oder Automatik. Manche Fliegeruhren erlauben die Messung der Zwischenzeiten mit beidseitig drehbarer Lünette. Mit Navigationsuhren ist die Bestimmung der Position möglich. Wenn die Fliegeruhr über eine logarithmische Rechenscheibe verfügt, kann man mit ihr die Flugdistanzen kalkulieren. Weitere typische Merkmale der Fliegeruhren sind:

  • Ein mattschwarzes, oft gekörntes Zifferblatt, welches nicht reflektiert.
  • Gute Ablesbarkeit durch eine klar strukturierte Zeitanzeige, die auf das Wesentliche reduziert ist.
  • Der Nullindex ist oft in Dreiecksform, die militärhistorisch bedingt ist und sich stark von den Stundenzahlen unterscheidet.
  • Relativ viel Leuchtmasse auf den Indexen und den meist rautenförmigen Zeigern.
  • Militärische Fliegeruhren weisen kein Logo auf.
  • Die Oberflächen sind häufig satiniert (nicht poliert), damit sie nicht spiegeln.
  • Die Krone ist relativ gross und gut zu greifen.
  • Die Gehäuse sind oft recht gross und überschreiten nicht selten 40 Millimeter.
  • Traditionell sind die Armbänder braun und überlang.
  • Da die Fliegeruhren am Arm oder Bein fest platziert werden müssen, sind die Anschlüsse des Armbands an die Uhr nicht nur vernäht, sondern auch mit Metallnieten versehen.

Bekannte Fliegruhrenhersteller aus der Region

Oris Uhren ORIS


Revue Thommen Uhren REVUE THOMMEN


Zeno Watch Basel Uhren ZENO-WATCH BASEL

Niels Møller wird neuer Chef bei Mondaine

Der Schweizer Uhrenhersteller Mondaine Watch Ltd. ernennt Niels Møller zum neuen CEO des erfolgreichen Familienunternehmens. Er wird die Geschäftsleitung voraussichtlich Anfang August 2019 übernehmen.

Mit Niels Møller gewinnt die Mondaine Gruppe eine Führungspersönlichkeit mit internationaler Erfahrung in leitenden Positionen sowohl bei Grossfirmen wie auch in KMUs und Familienbetrieben. Dabei verfügt er über fundierte Kenntnisse im internationalen Marketing, Sales und E-Commerce. Die Brüder André und Ronnie Bernheim werden als Firmeninhaber und Verwaltungsräte auf strategischer Ebene die Ausrichtung der Gruppe, Förderung von Innovationen und Ausbau der Geschäftsfelder weiterhin aktiv unterstützen.

Der Schweizer Uhrenhersteller Mondaine Watch Ltd. hat sich seit der Gründung im Jahre 1951 zu einem führenden, unabhängigen Unternehmen in der Uhrenindustrie entwickelt und stellte bei der Entwicklung seiner Innovationen und Designs immer die Konsumenten in den Vordergrund. So konnte sich die Marke MONDAINE mit der zur Ikone gewordenen Mondaine/SBB-Bahnhofsuhr zu einem globalen Brand mit klarer Positionierung und innovativer Ausstrahlung weiterentwickeln und etablieren. Im stark konkurrierenden Marktumfeld weiss sich die Mondaine-Gruppe mit den dazugehörigen Marken Mondaine, Luminox, Pierre Cardin und M-WATCH gut zu behaupten und agiert auch in herausfordernden Zeiten immer wieder mit Innovationen und überraschenden Neuheiten in Bezug auf Produkte und Vermarktung.

Ronnie und André Bernheim freuen sich, mit Niels Møller einen international erfahrenen Geschäftsführer zu engagieren, der langjährige Kenntnisse in führenden Positionen von Grossfirmen als auch KMUs und Familienbetrieben mit grossen Marken (z.B. Fritz Hansen®, Stimorol®, Stressless® und Pandora®) mitbringt. Zu diesen Positionen zählen unter anderem Vorsitzender und Geschäftsführung Cadbury Norway AS, Geschäftsführung der Ekornes Möbelvertrieb GmbH mit der Marke Stressless® in Zentraleuropa und President Central Western Europe (DACH NL & IT) der Pandora Jewelry GmbH, wo er auch als Geschäftsführer agierte. Diese relevanten beruflichen Stationen liessen ihn fundierte Kenntnisse in für die Mondaine-Gruppe wichtigen Geschäftsfeldern der Uhren- und Schmuckindustrie sowie bei designorientierten Möbelmarken erlangen. Niels Møller ist ein ausgewiesener Experte in den Bereichen internationales Marketing, Sales und E-Commerce und begleitete während seinen Führungstätigkeiten zahlreiche erfolgreiche strategische Transformationsprozesse, unter anderem die strategische Neuausrichtung von Pandora in Zentraleuropa. Als international agierender Geschäftsmann lebte er in Dänemark, Deutschland, Österreich, Norwegen und in den USA und wird mit seiner Familie seinen Wohnsitz von aktuell Hamburg in die Schweiz verlegen.

Mondaine-Gruppe bleibt in Familienbesitz, mit starkem Verwaltungsrat

Verwaltungsratspräsident André Bernheim sowie Ronnie Bernheim, Verwaltungsrat und Mitbesitzer der Marke, werden die strategischen Entscheide der Mondaine-Gruppe auch in Zukunft wesentlich begleiten: «Wir freuen uns darauf, den Fokus unserer Tätigkeit noch stärker auf Konsumenten und Innovationen zu legen und Niels bei den in Zukunft noch wichtiger werdenden Transformationsprozessen zu unterstützen», erläutern die beiden Brüder. Die Mondaine-Gruppe bleibt vollständig im Familienbesitz. Die vier Nachkommen, die teilweise zurzeit noch höhere Ausbildungen absolvieren, können sich einen späteren Eintritt in die Firma gut vorstellen.

M-Watch UhrenM-Watch

Luminox UhrenLuminox

Mondaine UhrenMondaine


Die Mondaine Watch Ltd. ist ein unabhängiger Schweizer Uhrenhersteller mit Sitz in Pfäffikon SZ und Produktion in Biberist > Wikipedia


Patrik-Philipp Huber

Ich glaube an die Strategie der Brüder Bernheim und wünsche dem Unternehmen viel Erfolg.

Baselworld Vision 2020

Neues Konzept für die Baselworld 2020 geplant. Die neue Messeleitung arbeitet zusammen mit wichtigen Marken an neuen Präsentationskonzepten und -formaten, teilte die Baselworld mit. Die Messeleitung will innovative Ausstellungsformate entwickeln, teilt Michel Loris-Melikoff, Managing Director der Baselworld mit. Eine spannende Sache…

www.baselworld.com

Patrik-Philipp HuberDas ich in der Vergangenheit einige Kritik an der Messeleitung der Baselworld auszusetzen hatte, ist nichts Neues. Die Baselworld ist für die Region Basel enorm wichtig. Generell sehe ich aber einige Probleme was Messen anbelangt. Die Beziehungsverhältnisse zwischen Hersteller, Distributoren und dem Fachhandel haben sich geändert. Die Bereitschaft an Messen zu gehen ist aus verschiedenen Gründen gesunken. Die Zeiten als man Neuheiten nur an einer Fachmesse vorgestellt hat, sind vorbei. Via Internet können diese weltweit, schnell und auf mehreren Kanälen gleichzeitig vorgestellt werden. Die Messeteilnahme als Werbung ist teuer geworden ineffizient. Beides auch wieder aus verschiedenen Gründen. Auch hier bietet das Internet zum kleineren Preis einiges mehr an Aufmerksamkeit. Die Kundenpflege ist an einer Messe nur noch bedingt möglich, hat mir persönlich aber immer sehr gut gefallen. Für die grossen Konzerne, die bereits weltweit auf den Märkten vertreten sind, braucht es heute keine Fachmessen mehr. Die grosse Mehrheit an der Baselworld (und auch an anderen Fachmessen) sind jedoch kleine und mittelgrosse Unternehmen, für die eine Messe eine Plattform ist, sich einer internationalen Kundschaft/Presse vorzustellen. Das Problem sind aber die Kosten. Hohe Ausgaben müssen auch irgendwie wieder eingenommen werden. Wenn die grossen Marktplayer nicht an den Messen teilnehmen, kommen auch weniger potentielle Kunden und auch das Presseinteresse nimmt ab, den die leben meist auch wieder von den grossen Marken… Für die „Kleinen“, der Mehrheit der Aussteller, ist es also wichtig, dass die „Grossen“ ausstellen, damit sich der hohe (nicht nur finanzielle) Aufwand der Teilnahme an einer Messe rentiert… Die Ernennung von Ueli Vischer zum Messechef hat mich persönlich sehr gefreut. Ihm traue ich zu, die Messe wieder auf Kurs zu bringen. Im Zusammenhang mit der Muba Dernière 2019 hatte ich das Vergnügen auch Herrn Michel Loris-Melikoff und ein Teil seines Teams kurz kennen zu lernen. Ich habe seine Leidenschaft spüren können und die Idee Flut, wie man die Messe als Kommunikationsplattform nutzen könnte, als richtige und nötigen Strategien Wechsel empfunden. Ob dies reicht, wird sich zeigen. Ich wünsche der Messe Schweiz auf alle Fälle nur das Beste.


Impressionen von der Baselworld 2019

Swatch Group verärgert Basler Fachgeschäfte

Die im Internet Graumartbereicht angesiedelte CHRONEXT Service GmbH aus Deutschland, mit Schweizer Niederlassung in Kanton Zug, ist neu auch zertifizierter SAV Partner der Swatch Groupe und wird mit original Ersatzteilen beliefert…
Ein guter Nachverkauftsservice ist auch beim Internet-Handel unerlässlich. Da Chronext bereits eine breite Markenpallete der SG (wie Omega, Longines etc) anbietet und die handwerklichen Anfordungen zu erfüllen scheint, ist der Entscheid der Swatch Groupe also nachvollziehbar… Enttäuscht sind manche Fachgeschäfte die in den letzten Jahren einiges an Knowhow, Ersatzeile und Werkzeug in die Konzessionen investieren mussten und sicherlich in der Vergangenheit auch zum guten Ruf der SG Marken beigetragen haben. Da die SG diesen Fachgeschäften im Gegensatz zu den Graumarkthändler aber die Listenpreise vorschreibt und in der Vergangenheit nach belieben die Vertretungsvertäge gekündigt hat (siehe Gübelin), sind diese nun aber teilweise verunsichert…
Auch viele der in Basel ansässigen qualifizierten Fachgeschäfte stört es, dass ein junges, „anonymes“ Unternehmen den gleichen „Status“ erhält, wie die zum Teil jahrzehnte langen Partner Fachgeschäfte. Der persönliche Nachverkaufs- und Reparaturservice vor Ort wird das Internet sicher nie ersetzten können, das Internetkäufern aber auch ein genausoguter Nachverkaufsservice angeboten werden sollte, ist doch eigentlich aus Käufersicht positiv…
Ein Filialleiter eines grösseren, bekannten Uhren-Fachgeschäftes in Basel (der nicht genannt werden will) ist richtig „enttäuscht“, dass online Händler überhaupt von den Konzernmarken unterstützt werden. Einige Statistiken zeigen, dass viele Verbraucher nach wie vor bevorzugt im stationären Handel einkaufen. Das Thema Detailhandel versus Online-Shopping wird uns sicherlich in Zukunft nocht oft beschäftigen. Nach Meinung des Autors ist letztlich nicht der Nachverkaufsservice entscheiden, ob sich ein Geschäft durchsetzen wird, sondern die Qualität des gesammten Angebotes. Die verschiedenen Verkaufskanäle sollten sich ergänzen und nicht gegeneinander arbeiten. Generell ist eine Rabattschlacht sowohl für den Fachhandel als auch für die Hersteller gefährlich und schadet letztlich allen.
Swatch Groupe

Ergänzung:

Luxusuhren per Mausklick

Teure Schweizer Uhren werden zunehmend im Internet verkauft – auch auf dem Graumarkt. Die Hersteller freut dies nicht.

Glänzende Vitrinen, uniformiertes Personal mit weissen Handschuhen, ein edles Getränk dazu: In derartiger Atmosphäre werden normalerweise Luxusuhren verkauft. Doch jetzt macht sich die Branche selber Konkurrenz, immer mehr Luxusuhren werden im Internet verkauft. Den Trend erkannt haben internationale Uhren-Online-Marktplätze wie Chrono24. Diese sind den Herstellern wie Swatch-Chef Nick Hayek aber ein Dorn im Auge, weil sie auf dem Graumarkt agieren und die offiziellen Verkaufskanäle umgehen.


Die Swatch Group SA ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das auf die Herstellung und den Verkauf von Fertiguhren und Schmuck sowie von Uhrwerken und -komponenten spezialisiert ist. Zu den diverse Uhrenmarken gehören: Breguet, Harry Winston, Blancpain, Glashütte Original, Jaquet Droz, Léon Hatot, Omega, Longines, Rado, Union Glashütte, Tissot, Balmain, Certina, Mido, Hamilton, Calvin Klein, Swatch, Flik Flak…

Patrik-Philipp Huber
Die beiden Schweizer Luxusgüterkonzerne Swatch Group und Richemont haben in den zurückliegenden Jahren im Uhrensegment Marktanteile eingebüsst. Betrachtet man den Kursverlauf der Aktien, hält sich die Zuversicht der Investoren mit Blick auf den Geschäftsverlauf in Grenzen. Die Swatch Group hinken der Konkurrenz hinterher. Will sie mit dem Umgehen des Fachhandels Marktantiele zurück gewinnen?

Mitgründer von Casio Kazuo Kashio ist verstorben

Casio-Gründer Kazuo Kashio ist im Alter von 89 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Kazuo Kashio schloss sich 1950 seinen Brüdern Tadao und Toshio in der noch jungen Konsumgüterfabrikation an, die Zigarettenhalter herstellte. In den 1950er Jahren trat ihr vierter Bruder, Yukio, ein Ingenieur, der Firma bei. Bis 1957 hatten sie einen innovativen elektronischen (und nicht elektromechanischen) Taschenrechner perfektioniert, der nicht nur addieren und subtrahieren sondern auch multiplizieren konnte. Es wog ca. 140 Kg.Bis 1965 produzierte Casio Tischrechner.

Er leitete die Entwicklung des 1972 erschienenen Taschenrechners Casio
Mini und brachte den Taschenrechner zum typischen Verbraucher. Im gleichen Jahr führte das Unternehmen die Casio Mini ein, die als erster Personal Calculator der Welt angekündigt wurde und wurde weltweit zum absoluten Topseller und war überall anzutreffen.

Während viele der Schweizer Uhrenhersteller über elektronische Uhren „spotteten“, perfektionierte Casio Quarz und digitale Modelle immer weiter. Im Jahr 1974 enthüllte das Unternehmen die „Casiotron Computer Watch“, eine digitale Armbanduhr, die neben der Uhrzeit auch einen Kalender zeigte.Der G-Shock, von dem es mittlerweile über 3’000 Modellen gibt und schon über 80 Millionen Uhren verkauft wurden, zeichnet sich durch Langlebigkeit längere Akkulaufzeit als seine Mitbewerber aus. Die Casiotone-201, eine elektronische Musiktastatur, wurde 1980 eingeführt, gefolgt von der QV-10 Digitalkamera im Jahr 1995 und Taschenfernsehern, Textprozessoren, Fahrzeugnavigationssystemen, Blutdrucksensoren und vielem mehr…

Weitere Infos über die Geschichte im Casio Blog

Kazuo galt als Visionär in der Uhrenbranche und widmete sein Leben der Schaffung neuer Produkte, die dazu beitragen, das Leben und Lernen von Menschen zu verbessern.

Er leitete 27 Jahre das Management-Team und beaufsichtigte die Entwicklung des Unternehmens von den Grundlagen des ehemaligen Präsidenten Tadao Kashio.

Die Nachfolge dürfte Sohn Kazuhiro Kashio antreten, der bereits seit 2015 die Rolle des Präsidenten übernommen hat und das Tagesgeschäft bei Casio leitet. Herr Kashio hinterlässt seine Frau Soko sowie drei Kinder und seinen Bruder Yukio.

Letzte Offzielle Mitteilung von Kazuo und Kazuhiro Kashio

Patrik-Philipp Huber

Herr Kashio Seit 1988 war er Vorstandsvorsitzender von Casio und besuchte Basel regelmässig als Aussteller an der Baselworld (der Uhren- und Schmuckmesse) und „prüfte“ in Basel incognito auch Fachgeschäfe die Casio Uhren verkauften. Ich lernte ihn als bemerkenswerte, aber auch sehr zurückhaltende Persönlichkeit kennen…

Pflegetipps für Armbanduhren

Lassen Sie Ihre Uhr alle drei Jahre durch eine Servicestelle kontrollieren! Wie jedes Präzisionsinstrument benötigt auch eine Uhr einen periodischen Unterhaltsdienst, damit sie mit der erwarteten Genauigkeit funktioniert. Die Häufigkeit des Unterhaltsdienstes hängt hauptsächlich vom Modell, Klima, den Umweltbedingungen und individuellen Tragegewohnheiten des Trägers ab. Wir empfehlen Ihnen einen kompletten Service nach 3 bis 7 Jahren.Sollten Sie Probleme mit Ihrer Uhr haben, wenden Sie sich bitte an die in der Beilage erwähnten Servicestellen oder die im der Garantie erwähnte Adresse. Betrauen Sie nur ein autorisiertes Fachgeschäft mit der Pflege und Instandsetzung ihrer Uhr, den kein Uhrenhersteller übernimmt eine Garantieleistung, wenn die Anleitung betreffend dem Batteriewechsel nicht beachtet wurde.

Pflegetipps

Schützen Sie Ihre Uhr vor Stoss, Fall und gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit. Vermeiden Sie grosse Temperaturunterschiede wie Sauna, Geschirr spülen oder Hände waschen unter heissem Wasser. Ist Ihre Armbanduhr verschmutzt, sollten Sie Ihre Armbanduhr mit einem weichen Tuch sorgfältig abwischen. Die unweigerlich vorhandenen Schweiss-, Schmutz- und Fettspuren schaden auf Dauer jedem Gehäusematerial. Benützen Sie nie Reinigungsmittel zur Pflege Ihrer Uhr, da diese die Vergoldungen, Kunststoffen, Schutzlackierungen und Dichtungen zerstören. Vermeiden Sie einen direkten Sonnen- oder starken Lichteinfall auf Ihre Uhr, da vor allem das Zifferblatt und die Zeiger darunter sehr leiden können. Bei allen Uhren gilt grundsätzlich die Devise: Je regelmässiger sie vom qualifizierten Uhrmacher gewartet und gepflegt werden, desto länger ist ihre Lebensdauer. Niemals versuchen, das Gehäuse zu öffnen oder den rückwärtigen Deckel zu entfernen. Jeder Uhrenhersteller lehnt Garantieleistungen ab. Sind Sie im Besitz einer Taucheruhr und Sie haben diese über deren Dichtheit kontrollieren lassen, ist es ratsam nach der Benützung in Salzwasser die Uhr mit klarem Leitungswasser abzuspülen. Betrauen Sie für den Unterhalt und Batteriewechsel einer Quartzuhr nur ein modernes Uhrenfachgeschäft, dass die Anleitung betreffend dem Batteriewechsel beachtet. Dies erspart Ihnen kostspielige Reparaturen. Manche Uhren haben ein Lederband. Schützen Sie dieses vor grosser Feuchtigkeit, da Leder ein organischer Stoff ist, und unter Feuchtigkeit rascher altert und dadurch öfter ersetzt werden muss. Weitere Tipps erhalten Sie gerne bei einen Besuch vor Ort in unserem > Fachgeschäft in Basel

Uhrenbox

Aufbewahrung

Bewahren Sie Ihre Uhr trocken im idealfall im original Etui oder in einer Schublade auf. Wertvollere Stücke sollten Sie sicher im Safe lagern. Wann haben Sie zuletzt Ihr Armband gewechselt? Das Armband hat nur eine begrenzte Lebensdauer und sollte je nach Tragegewohnheit mindestens ein Mal im Jahr ersetzt werden! Watchtime.net gibt Ihnen wichtige Pflege- und Tragetipps für Ihre Uhr. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne auch gerne persönlich zu Ihrer Verfügung

Frederique Constant, Moritz Grossmann und Porsche Design verärgern den Fachhandel

Uhren Online kaufen

Unter dem Slogan „Exklusive Uhren direkt vom Hersteller“ wirbt der Online Uhrenhändler Chrono24 für die Brand Boutique Uhren der Hersteller Frederique Constant, Moritz Grossmann und Porsche Design. Die Uhrenhersteller verkaufen direkt via Chrono24 online und umgehen den Fachhandel, der die Marken bekannt gemacht und für dessen Service so weltweit garantiert wurde. Bei Chrono24 werden gemäss eigenen Angaben rund 250’000 Uhren angeboten und 2015 wurden Uhren im Wert von ca. 700 Millionen € verkauft, ist also einer der grössten Uhrenhändler der Welt.

Nachdem schon Auguste Reymond, Balmain, Cartier, Diesel, Fossil, Jacques Lemans, Tag Heuer, Tissot, Swatch Uhren direkt in eigenen Online Shops anbieten und diverse Marken via Amazon direkt an die Endverbraucher verkauften, ist dies eine erneute Ohrfeige für den Uhren Fachhandel. Im Moment verbieten die meisten Uhrenhersteller ihren autorisierten Händlern, ihre Uhren online zu verkaufen. Aber wie lange dauert es, bis genau diese Hersteller ihre Uhren selber online anbieten? Wo führt das nur hin?


Film Uhrentrends des Schweizer Bilanz

 

GÜBELIN AG

Gegründet: 1972 (1854)
Geschäftsführung: Martin Handschin
Gübelin Freie Strasse

Sortiment: Armbanduhren, Taschenuhren

Marken: EBEL, PARMIGIANI FLEURIER, GLASHÜTTE, JAEGER-LECOULTRE, MONTBLANC, MOVADO, PATEK PHILIPPE, PIAGET, ROGER DUBUIS, TAG HEUER
Reparaturen: Konzessionärsmarken
Uhrmacher: vor Ort

Die 1972 eröffnete Basler Boutique befindet sich im «Haus zum Steblin», einem der ältesten Gebäude der Stadt, ist aber Gübelins jüngster Standort in der Schweiz. Zusätzlich zu den exklusiven Schmuckstücken von Gübelin Jewellery werden diverse Brands angeboten.

Gleich zwei Überfälle auf Bijouterien in Basel

Innert kurzer Zeit sind in Basel zwei Bijouterie-Geschäfte überfallen worden. Nach den Tätern wird gefahndet:

Der erste Überfall ereignete sich um 15.30 Uhr in der Clarastrasse. Dort überfiel ein unbekannter, vermummter Mann den Bijouterieladen.

Der Täter attackierte den Geschäftsinhaber unvermittelt mit einem Reizgasspray und verletzte ihn dabei leicht. Nach einem Gerangel habe er Schmuck rauben und aus dem Geschäft in Richtung Claragraben fliehen können…

Gesucht wird ein Mann heller Hautfarbe, zwischen 45 und 50 Jahre, 175-180 cm gross, ca. 70 kg schwer, schlanke Statur.

Nur Stunden später wurde ein zweites Bijouteriegeschäft überfallen, diesmal im Pfluggässlein, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen mitteilte. Bei den Tätern handelt es sich um einen Mann und eine Frau, Auch sie griffen beim Betreten des Geschäfts um ca. 19 Uhr die Inhaberin mit Reizgasspray an, als diese gerade die Ladentüre abschliessen wollte. Die ältere Frau wurde zu Boden gedrückt und von der einen Person festgehalten, während die andere sich in der Auslage bediente. Das Räuberpaar flüchtete danach mit der Beute in unbekannte Richtung.

Das Opfer musste mit diversen Verletzungen auf die Notfallstation gebracht werden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gesucht werden eine Mann und eine Frau beide zwischen 25- und 30 Jahre und dunkelblonde Haare, sie werden als Osteuropäer beschrieben, die einen slawischen Dialekt sprachen.

Zusammenhang wird geprüft

Nach allen drei Tätern wird nun gefahndet. Die Parallelen zwischen den beiden, kurz aufeinanderfolgenden Überfällen auf Bijouteriegeschäfte werfen die Frage auf, ob es sich um eine Überfallserie handelt. Die Fahndungen der Polizei verlief bisher erfolglos.

Wer Hinweise hat, melde sich bei der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. > www.polizeiticker.ch

Liste von Überfällen auf Bijouterien in Basel
14.01.2018 Isler, Pfluggässlein
14.01.2018 Afsar, Clarastrasse
17.02.2017 Goldhaus, Falknerstrasse
14.01.2017 Seiler, Gerbergasse
12.11.2014 Goldbörse, Schifflände
19.09.2013 Kainz, Binningen
10.01.2013 Define, Elsässerstrasse
27.04.2011 Urech, Falknerstrasse
14.05.2008 Bösch, Spalenberg
03.11.2005 Waldmann, Freie Strasse

Auswahl Schweiz:
19.03.2019 Schuler, Wollishofen
12.11.2018 Bucherer, St. Gallen
16.08.2018 Zegg, Samnaun
18.08.2018 Kaufmann, Olten
18.05.2018 Zegg, Samnaun
03.04.2018 Zegg, Samnaun
28.12.2017 Sonderegger, Bern
10.09.2017 Gübelin, Luzern

 

Patrik-Philipp Huber
Die Überfälle auf Schweizer Juwelier- und Uhrengeschäfte haben innert weniger Jahre markant zugenommen.  Die Überfälle schrauben die Prämien der Sachversicherungen massiv in die Höhe. Ein weiteres Problem, nebem den Einkaufszentren, dem teifen Euro und dem Online Handel…


Archiv:
Raubüberfall auf Goldschmied Kessenich an der Rüdengasse in Basel

Das Thema Nachhaltigkeit im Fokus: Mondaine Essence

Ein kurzer Stop-Motion Film über die verwendeten Materialien der neuen Mondaine essence.

Mondaine hat den Zeitgeist erkannt

Auch in der Uhrenbranche hat das so wichtige Thema Nachhaltigkeit Einzug gefunden – zumindest bei Mondaine

Mit der Essence Linie bringt das Schweizer Traditionsunternehmen Uhren auf den Markt, die nicht nur gut aussehen, sondern bei Verwendung der Materialen darauf geachtet wurde, umsichtig mit der Umwelt umzugehen. Viele der verwendeten Materialien sind aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt oder wurden rezykliert.

Die fast „grüne“ Mondaine Uhr in klassischem Schwarz
Offen, transparent und ein bisschen stolz präsentiert Mondaine die Reihe „essence“. Dabei zeigt das Schweizer Familienunternehmen allen Kunden klar auf, aus welchen nachwachsenden Materialien die einzelnen Teile seiner Uhren bestehen.

Gehäuse Für 70% des klassischen Kunststoffes, das normalerweise aus Erdöl hergestellt wird, verwendet Mondaine natürliche, unproblematische Rohstoffe. 40% Rizinusöl das aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird und 30% Glaspulver (Sand) der ja auch ein natürlicher Rohstoff ist.

Armband Für das Uhrenarmband nutzt die Schweizer Uhrenmarke 40% natürlichen Gummi (Naturkautschuk), der sehr haltbar ist und Uhrenliebhabern gleichzeitig ein angenehmes Tragegefühl verschafft.

Verpackung
Mondaine denkt auch bei der Verpackung der Uhr weiter. Sie besteht aus recycelten PET-Flaschen. Die Uhrenverpackung kann als Smart Phone Hülle weiterverwendet werden ✓

Rein äusserlich ist aber so gar nicht erkennbar, dass es sich hier um eine „grüne“ Uhr handelt. Wie von Mondaine gewohnt, sind die Zeitmesser bewusst zurückhaltend und klassisch in Schwarz und Weiss gehalten. Dabei bieten sich Interessenten derzeit zwei verschiedene Varianten:

1. Das Ziffernblatt der Uhr ist weiss, Minuten- und Stundenzeiger dagegen schwarz. Zudem ist der Sekundenzeiger im klassischen Rot der bekannten, schweizerischen Bahnhofsuhren gehalten.

2. Variante zwei besticht durch ein schwarzes Ziffernblatt mit weissen Minuten- und Stundenzeigern. Aber auch hier sorgt der rote Sekundenzeiger wieder dafür, dass der Stil der Bahnhofsuhr gut zu erkennen ist.

Beide Modelle gibt es in jeweils in einer kleinen Ausführung mit 32 mm Durchmesser für Damen und mit etwas grösserem Gehäuse in 41 mm für Herren.

Ein kurzer Film über die verwendeten Materialien der
Mondaine Essence Uhren von Frame-Eleven Zürich

André Bernheim von Mondaine: „Diese Modellserie der Mondaine SBB Bahnhofsuhr verwendet „bessere“ Materialen im Sinne der Nachhaltigkeit, und steht damit auch unter dem Motto „BESSER IST BESSER“, ein erster wichtiger Schritt in die Verwendung nachhaltiger Materialien.“ Dem können wir nur zustimmen.

Noch ein regionales Plus Das Uhrwerk wir von Ronda in Lausen und die Quecksilberfreie Batterie bei Renata in Ittingen, beide in Baselland, hergestellt.

Weitere Infos unter www.mondaine.ch

Die Uhren sind voraussichtlich Anfang Dezember für CHF 170.- im ausgesuchten Fachhandel erhältlich. In Basel natürlich bei Au Bijou Uhren & Schmuck oder Online bei UHREN-SHOP.ch

Thread verfasst von Patrick Hollerbeck


Weitere » nachhaltige Uhren finden Sie bei Au Bijou in Basel.