Der EuroAirport wird 70 Jahre

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist gerde mal 15 Minuten vom Basler Stadtzentrum entfernten. Mit 500 Flügen wöchentlich und mehr als 60 Destinationen im Linien- und Charterbereich ist aus dem kleinen Flughafen auf den Feldern von Elsässichen Blotzheim der drittgrösste Landesflughafen der Schweiz und der fünftgrösste Regionalflughafen Frankreichs geworden.

Die Schaffung des schweizerisch-französischen EuroAirports Basel-Mulhouse zieht sich über mehrere Jahre; aber seine eigentliche Geburtsstunde ist der schweizerisch-französische Staatsvertrag vom 04. Juli 1949. Wer die Freiheit über den Wolken besonders schätzt, feiert mit. Natürlich freuen sich besonders die Freunde der Fliegeruhren mit den Schweizern und Franzosen über den Erfolg dieses trinationalen Flughafens.

Zur Geschichte des EuroAirports

Der EuroAirport hat einen Vorläufer, der sich bescheidener gab und schon 1920 eröffnet wurde. Der Flugplatz Basel-Sternenfeld bei Birsfelden war von Beginn an nur eine Übergangslösung: Das Grundstück war lediglich vom Kanton Basel-Landschaft gepachtet. Hier sollten langfristig ein Rheinhafen und ein Kraftwerk entstehen. Daher machten sich die Initiatoren schon 1929 daran, einen geeigneten Standort zu finden. Dabei stand bereits früh zur Diskussion, teilweise auf französisches Gebiet auszuweichen, oder gar in Deutschland bei Weil am Rhein zu bauen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Planungen empfindlich.

Noch vor Kriegsende, am 24. März 1945, nahmen die Schweiz und Frankreich den gedanklichen Faden wieder auf. Offiziell begannen die Regierungsverhandlungen am 05. Februar 1946. Gut vier Wochen später erfolgte bereits der erste Spatenstich durch den Basler Regierungsrat Gustav Wenk und den Präfekten vom Département Haut-Rhin. Für den Bau waren 350 Arbeiter und bis zu 100 deutsche Kriegsgefangene notwendig. Der 08. Mai 1946 prägte sich als Tag der Einweihung des Provisoriums ins Gedächtnis.

Das Jubiläum: 70 Jahre EuroAirport

Für die Feierlichkeiten am 04. Juli kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Frankreich und der Schweiz zusammen und freuten sich über den Erfolg des weltweit ersten binationalen Flughafens. Allen Beteiligten war klar, dass der Flughafen einen signifikanten Beitrag zum wirtschaftlichen Aufstieg der Region geleistet hat und noch heute ein Garant für Wohlstand und freien Handel ist. Die schweizerische Botschafterin in Frankreich Livia Leu betonte, dass hier seit 70 Jahren der Beweis erbracht wird, mit wie viel Erfolg für die Region eine Verkehrsinfrastruktur betrieben werden kann – und zwar mit viel „Esprit binational“. Der französische Staatsvertreter Laurent Touvet (seines Zeichens Präfekt des Oberrheins) sprach von der Rolle des Projekts als Vorbild für die europäische Zusammenarbeit. Für die Zukunft stehen vor allem Projekte der Nachhaltigkeit an.

Future Now: Entwicklung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Der EuroAirport begann als kleiner Flughafen – heute ist er der drittgrösste Landesflughafen der Schweiz und der fünftgrösste Regionalflughafen von Frankreich. Im Jahr 1949 traten hier etwa 26’000 Fluggäste ihre Reise an, zum Jahresende 2019 sollen es über 9 Millionen sein. Im Vordergrund stand hier immer die gute internationale Anbindung. Der Flughafen steht heute für eine Wertschöpfung von 1,6 Milliarden Euro im Jahr. Das Jubiläum wird, so hoffen die Entscheider, den Dialog für Zukunftsthemen intensivieren. Notwendigkeiten aus den Bereichen Umweltschutz und Klimawandel sollen offen diskutiert werden, das weitere Wachstum des Flughafens soll diesen Belangen gerecht werden. Dies könnte die Akzeptanz des Fliegens verstärken. Aber nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit stehen auf der Zukunftsagenda des EuroAirport. Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sollen Berücksichtigung finden. Daher befindet sich zurzeit das Thema der Lärmverringerung in der Planung. Dies soll so geschehen:

  • Aktive Lärmvorsorge in der Nacht
  • Weniger Lärmausstoss der Flugzeuge
  • Massnahmen der Raumplanung
  • Spezielle lärmmindernde Verfahren für den An- und Abflug
  • Einschränkungen im Betrieb des Flughafens (ohne wesentliche ökonomische Einbussen)

Auch die CO2-Belastung soll in Zukunft massgeblich verringert werden. Die Passagierabfertigung soll schneller, einfacher und angenehmer funktionieren. Zukünftige Bauprojekte sind als Beispiele für nachhaltiges Bauen geplant. Die Anbindung an die Bahn im Jahr 2028 ist ein weiterer Aspekt der Zukunft des EuroAirports. Hierfür soll das grenzüberschreitende S-Bahnnetz entsprechend genutzt und angepasst werden. Das Ziel ist es, rund 5,8 Millionen Flugpassagiere, die bisher auf der Strasse anreisen, dazu zu bewegen, die Bahn zu nutzen.

> Der EuroAirport im Dienst der RegioTriRhena


Zeit für Fliegeruhren

Da die Luftfahrt im 20. Jahrhundert zu den modernsten Ingenieurleistungen zählte, boten viele Uhrenhersteller weit über den tatsächlichen Bedarf Flieger-Armbanduhren an, um am Mythos der Präzision und der Hochtechnologie teilzuhaben. Alle Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrt finden sich in der Firmengeschichte der betreffenden Uhrenhersteller. Die eigentlichen bzw. tatsächlich eingesetzten Fliegeruhren waren schon früh in die Armaturentafel eingebaut und aus den bereits technisch weitentwickelten Chronometern der Seefahrt entwickelt. Die geforderte Genauigkeit mit einer Armbanduhr zu erzielen war mehr technischer Ehrgeiz als Notwendigkeit. (Quelle: Wikipedia)
Die ersten Armbanduhren enstanden ungefähr zeitgleich mit der Fliegerei.

Die historischen Merkmale der Fliegeruhren

Die Ausstattung und das Design der Fliegeruhren sind ein weites Feld, das schon viel Kreativität und Abwechslung hervorgebracht hat. Daher ist es nicht möglich, die Fliegeruhr eindeutig in ihren Merkmalen festzulegen. Man findet Chronographen, aber auch Modelle mit Handaufzug oder Automatik. Manche Fliegeruhren erlauben die Messung der Zwischenzeiten mit beidseitig drehbarer Lünette. Mit Navigationsuhren ist die Bestimmung der Position möglich. Wenn die Fliegeruhr über eine logarithmische Rechenscheibe verfügt, kann man mit ihr die Flugdistanzen kalkulieren. Weitere typische Merkmale der Fliegeruhren sind:

  • Ein mattschwarzes, oft gekörntes Zifferblatt, welches nicht reflektiert.
  • Gute Ablesbarkeit durch eine klar strukturierte Zeitanzeige, die auf das Wesentliche reduziert ist.
  • Der Nullindex ist oft in Dreiecksform, die militärhistorisch bedingt ist und sich stark von den Stundenzahlen unterscheidet.
  • Relativ viel Leuchtmasse auf den Indexen und den meist rautenförmigen Zeigern.
  • Militärische Fliegeruhren weisen kein Logo auf.
  • Die Oberflächen sind häufig satiniert (nicht poliert), damit sie nicht spiegeln.
  • Die Krone ist relativ gross und gut zu greifen.
  • Die Gehäuse sind oft recht gross und überschreiten nicht selten 40 Millimeter.
  • Traditionell sind die Armbänder braun und überlang.
  • Da die Fliegeruhren am Arm oder Bein fest platziert werden müssen, sind die Anschlüsse des Armbands an die Uhr nicht nur vernäht, sondern auch mit Metallnieten versehen.

Bekannte Fliegruhrenhersteller aus der Region

Oris Uhren ORIS


Revue Thommen UhrenREVUE THOMMEN


Zeno Watch Basel Uhren ZENO-WATCH BASEL

Revue Thommen

Im Wechselbad der Geschichte

Die Uhrenmarke Revue Thommen blickt auf eine Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück. Ihre Ursprünge liegen im Jahr 1853. Ursprünglich war die Revue Thommen AG in Waldenburg BL angesiedelt.

Revue Thommen im Waldenburg

Die Gründung der Revue Thommen

Traditionell führt der kürzeste Weg zwischen Nordsee und Mittelmeer über Basel. Aus diesem hatte das Waldenburgertal lange Zeit ein hohes Verkehrsaufkommen, was die Wirtschaft und den Handel ankurbelte. Mit dem Bau der Bahnstrecke Basel – Leistal – Olten war dies vorbei. Um einer Wirtschaftskrise vorzubeugen, gründete man in der Gemeinde Waldenburg 1853 die Uhrenfabrik „Société d’Horlogerie à Waldenburg“, um Rohwerke zu fertigen. Diese Idee erwies sich als Flopp und man verkaufte den Betrieb an den Geschäftsmann Gédéon Thommen (Waldenburg) und den Uhrmacher Louis Tschopp (Biel). Die privatwirtschaftliche Wende tat dem Unternehmen gut und es erholte sich. Tschopp verlies 1869 die Firma, damit war Thommen der alleinige Besitzer und der Name des Betriebes lautete nun „Gédéon Thommen – Uhrenfabrikation“. Thommen war ideenreich und beantragte schnell ein Patent auf die Auswechselbarkeit der einzelnen Bestandteile des Werks. Ein neues Werksgebäude wurde errichtet. Im Jahr 1875 war Thommen auf Zylinderarmbanduhren und Ankertaschenuhren spezialisiert. Der Betrieb wuchs weiter.

Die weitere Entwicklung

Als Thommen starb, übernahm sein Sohn Alphonse das Geschäft. Aus der Firma wurde die „Thommens Uhrenfabrik AG“ und der Markenname wurde in „Revue Thommen“ geändert. Im Jahr 1915 begann die Produktion von Cockpitinstrumenten für die neue Fliegertruppe im Auftrag des Bundes. Als 1918 der Techniker und Fliegeroffizier Reinhard Straumann zu Thommen wechselte, vertiefte sich das Engagement für avionische Armaturen. Im Jahr 1936 erteilte das schweizerische Militär Thommen einen Großauftrag, für den die Division „Thommen Fluginstrumente“ gegründet wurde. Die Führung des Unternehmens lag in den Händen von Alphonse Thommen und Hermann Straumann, dem Schwiegersohn Thommens. Diese wollten sich aber zur Ruhe setzen und bauten Roland Straumann (Hermanns Sohn) zum Nachfolger auf, der schließlich die Aktienmehrheit aufkaufte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

In den 1950er Jahren wurden neue Typen von Uhrwerken geschaffen, was die Unabhängigkeit von Thommen unterstrich. Alle Uhrenteile und auch die Maschinen und Werkzeuge wurden werksintern hergestellt. Im Jahr 1961 ging die „Thommens Uhrenfabrik AG“ eine Fusion mit mehreren Uhrenherstellern ein. Das Ergebnis war die MSR-Holding („Manufactures d’Horlogerie Suisse Réunies SA“). Auf diese Weise wollte die Gruppe die Quarzkrise und ihre Folgen für ihre Betriebe abfedern. Die Herstellung der Revue-Armbanduhren verlagerte sich zum Lizenznehmer „Vulcain SA“. Waldenburg verlor damit seine Produktion von Armbanduhren.

Seit 1993 gehörte die „Thommens Uhrenfabrik SA“ den drei Kindern von Straumann. Um die Jahrtausendwende gingen mehrere Mitglieder der MSR-Holding durch die Quarzkrise in Konkurs. Im Jahr 2015 benannte sich die „Revue Thommen AG“ in die „Thommen Aircraft Equipment AG“ um, um ihre Rolle als Lieferant der Luftfahrindustrie zu betonen. Der heutige Geschäftsführer ist Roland Buser.

Revue Cricket

Die „Cricket“

Schon im Jahr 1947 stellte die „Fabrique des Montres Vulcain SA“, die später zur MSR-Holding gehören sollte, die erste Armbanduhr mit integriertem Wecker her. Die Cricket wurde bald unter dem Namen „the President’s watch“ weltberühmt. Da das Wecksignal an das Zirpen einer Grille erinnerte, nannte man sie „Cricket“. Sogar der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman bekam eine Cricket von Robert Ditisheim geschenkt. Auch der sowjetische Regierungschef Gorbatschow nannte eine Cricket sein Eigen.


«Revue Thommen Watches» will zurück nach Waldenburg

Roland Buser, der neue Besitzer von «Revue Thommen Watches», möchte bis in 10 Jahren 120’000 Uhren in Waldenburg produzieren. Dabei würden 100 neue Stellen geschaffen. Geht es nach dem Willen von Buser, so kämen die neuen Stellen in die alten Gebäude der Revue Thommen.

Artikel im Regional Journal Basel


Grovana Tenniken

Die Grovana Uhrenfabrik AG in Tenniken zählt zu den drei letzten existierenden Uhren Herstellern die im Schweizer Kanton Basel-Landschaft eine eigene Entwicklung und die Produktion von Armbanduhren betreiben.
Grovana in Tenniken

Die Gebrüder Walter und Hans Gröflin aus Tenniken gründeten 1924 die Fabrique d’Horlogèrie W. & H. Groeflin, Tenniken.

In den ersten Jahren beschränkte man sich auf die Produktion von Taschenuhren. Im Laufe der Zeit wurden erste Editionen von Armbanduhren angefertigt. Diese wiesen sich durch eine hochwertige Qualität und anspruchsvolles Design aus. Durch den Erfolg ermuntert, wurde die Produktion von Armbanduhren stetig erweitert. Schliesslich spezialisierte sich Gröflin auf die Produktion von Uhrwerken.

1970 erwarb der Geschäftsmann Werner Bitterli die mittlerweile unter Hans Gröflin AG firmierende Uhrenfabrik. Die Produktion von Uhrwerken wurde sukzessive reduziert und die Montageabläufe umstrukturiert. Gleichzeitig begann die Entwicklung eigener Uhren unter dem Namen Grovana.

In den Jahren 1970 bis etwa 1988 wurde die Uhrenindustrie durch die als Quarzkrise bekannt gewordene Welle von billigen Quarzuhren aus Fernost stark unter Druck gesetzt. Im Kanton Baselland mussten viele Betriebe die Produktion einstellen. Mitten in dieser Krise lanciert die Grovana 1980 ihre erste Analog-Quarz Kollektion.

Ab 1990 begann die Erschliessung des Osteuropäischen Marktes und es wurden Bestrebungen in Richtung einer weltweiten Expansion eingeleitet. Unter der Bezeichnung Private Label Uhren erstellen die Grovana Uhrmacher auf Kundenwunsch angepasste Uhren.

2001 konnte Christopher Bitterli aus der Konkursmasse der Manufactures d’Horlogèrie Suisses Réunies SA. (MSR-Holding) nicht nur Konstruktionspläne, sondern auch Tausende Werk-, Klein- und Zubehörteile, inklusive spezielle Werkzeuge für die Herstellung mechanischer Revue Thommen Uhrwerke erwerben. Im selben Jahr ist mit der Revue Thommen AG Waldenburg eine langjährige, exklusive Lizenz-Vereinbarung für die Produktion und den weltweiten Vertrieb von Revue Thommen-Uhren Unterzeichnet worden.

Da die Marke Revue Thommen eine andere Klientel anspricht als die Hausmarke, wurden die Aktivitäten intern in die Divisionen Grovana und Revue Thommen aufgeteilt. Die Division Revue Thommen sollte die Fliegeruhren Airspeed und die Uhren mit eigenen klassischen Manufakturwerken weiterentwickeln.

Bereits 2003 konnte, mit den Uhrwerksteilen aus der Konkursmasse, mit der Produktion von Manufakturwerken begonnen werden. Die Anfänglich noch aus den übernommenen Einzelteilen erstellten mechanischen Werke mussten mit der Zeit durch Nachbauten ersetzt werden. Diese wiesen sich durch eine bessere Ganggenauigkeit aus. Durch den Eigenbau der mechanischen Uhrwerke hat die Uhrenfabrik den Status einer Manufaktur erlangt.

An der Baselworld 2006 konnte die erste Revue Thommen Uhr mit einem komplett in Eigenregie hergestellten Manufakturkaliber präsentiert werden. 2008 übernahm Bitterli die Leitung des Unternehmens. 2014 gibt die Grovana ihre Lizenz für die Produktion und den Vertrieb von Revue Thommen-Uhren an die im Jahre neu gegründete GT Thommen Watch AG ab.


Grovana Uhren finden Sie in Basel bei Dufry an Flughafen.


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