HOURUNIVERSE: Das neue Konzept für die Uhren-, Schmuck- und Edelsteinindustrien

Aus Baselworld wird Houruniverse

Die Betreiberin MCH Group hat ein erstes Messekonzept erarbeitet. Die virtuele Version der Basler Uhren- und Schmuckmesse „Baselworld“ soll  „Houruniverse“ heissen und der Nachfolger jener Messe heissen, die Basel jahrzehntelang internationales Renommee und viel, viel Geld eingetragen hat.

Houruniverse Telebasel 1Interview auf Telebasel mit Michel Loris-Melikoff (Bild: zVg/Telebasel)

Die Baselworld ist tot. Lang lebe die Houruniverse!

Mit der «Houruniverse» (Zeituniversum) soll ein ganzjährig verfügbarer Treffpunkt geschaffen werden und ersetzt die ehemalige Baselworld. Physisch und digital, das ganze Jahr über aktiv, unterstützt durch die neuesten Technologien für Content und Networking. lankierend dazu wird die Plattform ein erweitertes Ökosystem mit Marken sowie Entwicklern neuer Lösungen im Bereich Vertrieb, Marketing und Verkaufspunkten aufbauen. Global, vernetzt, originell, vor allem aber auch Aussteller- und kundenfreundlich.

Einmal jährlich soll sich die „Community“ zu einem physischen Live-Event treffen, teilt die MCH Group mit. Wie genau man sich dieses neue Produkt vorstellen muss, ist erst in Konturen erkennbar. Die detaillierten Pläne für «Houruniverse» will MCH Ende August vorstellen.


Man habe mit Ausstellern, Besuchern und Vertretern der Branche intensive Gespräche geführt. Die Uhrenhersteller mit denen wir gesprochen haben, sind eher vorsichtig optimistisch…

Weitere Infos unter: www.houruniverse.com
und Basler Zeitung, Telebasel, SRF


MCH Group in Schwierigkeiten?

Lupa System ist mit 75 Millionen und einen Anteil von 44 Prozent an der MCH Messegesellschaft eingestiegen. Die Lupa Systems ist die Investmentgesellschaft von James Murdoch, dem Sohn des australischen Medienmoguls Rupert Murdochmit, mit Niederlassungen in New York und Mumbai. Sie engagiert sich die Beteiligungsgesellschaft an Unternehmen und Start-ups in den Segmenten Medien, Technologie, Entertainment und Nachhaltigkeit. Für James Murdoch sind vor allem die beiden ehemaligen Messe-Premium Veranstaltungen Baselworld und Art Basel interessant. Sie sollen durch neue Konzepte wiederbelebt werden.

Baselworld Vision 2020

Ein neues Konzept für die Baselworld 2020 ist geplant. Die neue Messeleitung arbeitet zusammen mit wichtigen Marken an neuen Präsentationskonzepten und -formaten, teilte die Baselworld mit.

Die neu zusammengestellte Messeleitung will neue innovative Ausstellungsformate entwickeln, teilt Michel Loris-Melikoff, Managing Director der Baselworld mit. Eine spannende Sache auf die wir gespannt sein dürfen…

www.baselworld.com

Patrik-Philipp Huber

Das ich in der Vergangenheit einige Kritik an der Messeleitung der Baselworld auszusetzen hatte, ist nichts Neues. Die Baselworld ist für die Region Basel enorm wichtig. Generell sehe ich aber einige Probleme was Messen anbelangt. Die Beziehungsverhältnisse zwischen Hersteller, Distributoren und dem Fachhandel haben sich geändert. Die Bereitschaft an Messen zu gehen ist aus verschiedenen Gründen gesunken. Die Zeiten als man Neuheiten nur an einer Fachmesse vorgestellt hat, sind vorbei. Via Internet können diese weltweit, schnell und auf mehreren Kanälen gleichzeitig vorgestellt werden.

Die Messeteilnahme als Werbung ist teuer geworden ineffizient. Beides auch wieder aus verschiedenen Gründen. Auch hier bietet das Internet zum kleineren Preis einiges mehr an Aufmerksamkeit. Die Kundenpflege ist an einer Messe nur noch bedingt möglich, hat mir persönlich aber immer sehr gut gefallen. Für die grossen Konzerne, die bereits weltweit auf den Märkten vertreten sind, braucht es heute keine Fachmessen mehr. Die grosse Mehrheit an der Baselworld (und auch an anderen Fachmessen) sind jedoch kleine und mittelgrosse Unternehmen, für die eine Messe eine Plattform ist, sich einer internationalen Kundschaft/Presse vorzustellen. Das Problem sind aber die Kosten. Hohe Ausgaben müssen auch irgendwie wieder eingenommen werden. Wenn die grossen Marktplayer nicht an den Messen teilnehmen, kommen auch weniger potentielle Kunden und auch das Presseinteresse nimmt ab, den die leben meist auch wieder von den grossen Marken…

Für die „Kleinen“, der Mehrheit der Aussteller, ist es also wichtig, dass die „Grossen“ ausstellen, damit sich der hohe (nicht nur finanzielle) Aufwand der Teilnahme an einer Messe rentiert…

Die Ernennung von Altregierungsrat Dr. Ueli Vischer zum Messechef hat mich persönlich sehr gefreut. Ihm traue ich zu, die Messe wieder auf Kurs zu bringen. Im Zusammenhang mit der Muba Dernière 2019 hatte ich das Vergnügen auch Herrn Michel Loris-Melikoff und ein Teil seines Teams kurz kennen zu lernen. Ich habe seine Leidenschaft spüren können und die Idee Flut, wie man die Messe als Kommunikationsplattform nutzen könnte, als richtige und nötigen Strategien Wechsel empfunden. Ob dies reicht, wird sich zeigen. Ich wünsche der Messe Schweiz auf alle Fälle nur das Beste.


Impressionen von der Baselworld 2019