Smart Watches an der Baselworld 2015

Nun gibt es ja immer mehr „intelligente“ Smarte Uhren

wie die Modelle von: Alcatel, Alfex, Alpina, Apple, Azus, Breitling, Bulgari, Casio, Citizen, Cogito, Cookoo, CST, Fitbit, Fossil, Frederique Constant, Garmin, Guess, Huwei, i’m Watch, inPulse, Kairos, Kenneth Cole, Leikr, LG, Martian, Meta Watch, Mondaine, Motorola, Neptune, Nike, Nissan, Omate, Pebble, Qualcomm, Samsung, Si14, Sony, Tag Heuer, Tissot, Toq, WearIT

Ich bin Schweizer Uhrmacher und daher sicherlich nicht objektiv. Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Smartuhren demnächst einen grossen Teil der Umsatzes des Uhrenmarktes ausmachen werden. Obwohl mir das Design einige Modelle sehr gut gefällt, und die eine oder andere Funktion nützlich oder zumindest cool ist, hat mich bisher noch keine Smart Watch restlos überzeugt.

An der Baselworld 2015 wurden diverse Modelle gezeigt. Viele angebotenen Funktionen sind mehr Spielzeug als tatsächlich notwenig oder nützlich. Oft sind die intelligenten Uhren auch umständlich zu bedienen oder es braucht einen Profi diese zu installieren und mit dem Smart Phone zu verbinden.

Es gibt da zwar Ausnahmen wie etwa die Apple Watch, aber auch diese hat wie die meisten aktuellen Modelle eine fast lächerliche Akkulaufzeit.

Die rein Batterie betriebenen Uhren wie die Mondaine Helvetica bieten aber leider wieder zu wenige Funktionen…

Die allermeisten Uhren sind unter 120g schwer, oft sogar unter 90g. Dies ist sicherlich positiv. Dafür sind vor allem die ganz günstigen Modelle aus einfachstem Kunststoff. An einem Messe Stand sah das Ausstellungsstück bereits am ersten Tag aus, als wäre es jahrelang getragen worden.

Es gibt aber auch lobenswerte Bespiele aus hochwertigem Titan oder Edelstahl.

Leider sind die Uhren aber oft zu gross, bzw. am Handgelenkt zu sperrig und nicht ergonomisch. Schwarze Display sind bei Tageslicht zu Teil schlecht abzulesen und man sieht jeden Fingerabdruck. Zum Teil kann man schon Videos am Display anzeigen lassen, eine Lupe, damit man auch erkennt, was zu sehen wäre, fehlt aber noch…

Das man neben der Smart Watch fast bei allen Modellen auch noch ein Smart Phone braucht und meistens nur ein bestimmtes (möglichst neues) ist auch „noch“ ein Problem, dass gelöst werden sollte…

Das es Uhren gibt, die per Sprachsteuerung reagieren finde ich zum Beispiel grossartig.

Überhaupt gefallen mir vielen der Möglichkeiten und die zum Teil unorthodoxen Lösungsideen. Vor allem von Herstellern, die nicht aus dem klassischen Uhrenbereich kommen, haben den Markt definitiv jetzt schon bereichert. Wir dürfen also gespannt sein, was uns in Zukunft erwartet, denn obwohl ich mich hier mehrheitlich kritisch geäussert habe, glaube ich, dass die Kritikpunkte in Zukunft gelöst werden können.Der Hersteller der zuerst die potenziell nützlichen Funktionen kombiniert mit Internet Zugang ohne Smart Phone, mit einem Akku mit wesentlich längeren Laufzeit, dessen Produkt wird sicher das Rennen machen.

Ob die eher klassischen Schweizer Hersteller da mitreden können und ob Smart Uhren auch im Uhren Fachhandel verkauft werden, wird man sehen…

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